Die komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist eine umfassende Therapie zur Behandlung von Lymphödemen, die sich aus fünf Komponenten zusammensetzt.
Manuelle Lymphdrainage
Kompression (Strumpf, Bandage, medizinisch adaptierte Kompression)
Bewegungsübungen
Hautpflege
Selbstmanagement
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform, die die Entstauung von Ödemen zum Ziel hat. Flüssigkeit wird aus dem Zwischenzellraum in die Lymphbahnen verschoben und somit abgeleitet. Die manuelle Lymphdrainage sorgt für Schmerzminderung und wirkt einerseits entspannend auf die Skelettmuskulatur, anderseits aber auch anregend auf Darm, Harnblase und Gefäßwandmuskulatur. Darüber hinaus kommt es durch die Lymphdrainage auch zu einer Verbesserung des Immunsystems.
Anwendungsgebiete
Sämtliche Krankheitsbilder, die mit einer Schwellung einhergehen, wie z.B.
nach Operationen
nach Tumorentfernungen
chronische Venenschwäche
Begleitmaßnahme bei verschiedenen Schmerzsyndromen (z.B. Kopfschmerzen, Weichteilverletzungen)
Die manuelle Lymphdrainage ist aufgrund ihrer schmerzlindernden und abschwellenden Wirkung auch im Sport nicht mehr wegzudenken. Sie führt zu einer schnelleren Regeneration, sodass Sportler/innen ihr Trainingsprogramm früher wieder aufnehmen können.
Manuelle Lymphdrainage/Entstauungstherapie
Man unterscheidet in der Entstauungstherapie zwei Phasen:
Entstauungsphase
Diese dauert je nach Stadium zwischen 14 Tage und 4 Wochen. Die Therapie wird täglich oder zumindest 3x pro Woche ambulant durchgeführt.
Im Stadium III ist eine stationäre Behandlung unbedingt erforderlich. Nach jeder Behandlung erfolgt die Bandagierung mit Kurzzugbinden, die bis zur nächsten Therapie auf der Extremität belassen wird.
Erhaltungsphase
Nach erfolgreicher Umfangreduzierung des Ödems wird ein flachgestrickter Kompressionsstrumpf angemessen, den der Patient täglich tragen muss. Je konsequenter diese Bestrumpfung getragen wird, desto besser ist der Behandlungserfolg.
Eine Kompressionsbandage besteht aus
Schlauchverband
Polstermaterial (Watte, Schaumstoff)
Kurzzugbandagen
eventuell einer Langzugbandage zur Fixierung (gegen Verrutschen) der Kurzzugbandagen
Im Gegensatz zur Behandlung mit einem Kompressionsstrumpf kann die Bandagierung auch über Nacht belassen werden, falls dies aus therapeutischen Gründen notwendig ist, abhängig vom Ausmaß des Lymphödems.
Medizinisch adaptiertes Kompressionssystem (MAK)
Ein medizinisch adaptiertes Kompressionssystem unterscheidet sich vom klassischen Kompressionsverband dadurch, dass es verstellbar, häufig mit Klettverschlüssen oder Bändern zu regulieren ist und sich so an wechselnde Umfangverhältnisse (z.B. bei Ödemen) besser anpasst. Die Kompression lässt sich relativ leicht an- und ablegen – was bei Selbstmanagement oder wenig mobilen Patient:innen wichtig sein kann.
Bewegungsübungen
Durch gezielte Gymnastik kommt es ebenfalls zu einer Steigerung des Lymphtransportes (Muskelpumpe) und damit zu einer Abnahme des Ödems.
Schwimmen, Spazierengehen, Langlaufen oder Nordic Walking sind geeignete Sportarten.
Hautpflege
Eine tägliche Begutachtung der Haut und bei Bedarf entsprechende Hautpflege stellt einen wichtigen Schutz vor Infektionen dar.
Bei komplexer physikalischer Entstauungstherapie bieten wir Ihnen ein kostenloses Erstgespräch an,
um gemeinsam einen passenden Behandlungsplan zu erstellen.
Für Fragen und/oder Terminvereinbarungen kontaktieren Sie Elisabeth Kleinpaul (Standort Laa/Thaya) oder
Klaus Treipl (Standort Laa/Thaya und Standort Loosdorf im Weinviertel)